ESSZIMMER

Das Projekt Esszimmer entstand im Rahmen des Wettbewerbs «Designathon» im Toni-Areal. Unter dem vorgegebenen Oberthema «New Work» gestalteten 23 Gruppen ganz unterschiedliche Vorschläge über Arbeit in der Zukunft. Nach ausgiebigen Diskussionen über mögliche Szenarien für den digitalen Fortschritt, die 24h Gesellschaft oder die Einführung eines Grundeinkommens, entschieden wir uns für die Thematik des Essens.

Für den Menschen als Lebewesen unverzichtbar, ist die Zubereitung und Zunahme von Nahrung seit je her Teil unserer Identität und Kultur. Dies wird sich - unserer Meinung nach - auch in Zukunft nicht verändert.
Als Basis zur Weiterentwicklung des Projektes gehen wir davon aus, dass die Digitalisierung und Technologisierung all unserer Lebensbereiche weiter voranschreiten wird. Dies bedeutet eine fortlaufende Beschleunigung vieler Abläufe sowohl im Alltag als auch bei der Arbeit und folglich ein Wegfall ganzer Berufsgruppen. Das Bedürfnis nach «nicht-digitaler» Alltagsbeschäftigung wird steigen. Menschen suchen Ausgleich. Arbeiten wie das Schälen einer Karrotten ohne die Möglichkeit eine App dafür zu benutzen, sind Balsam für unsere Seelen.
Esszimmer ist eine transportable Box, welche auf öffentlichen Plätzen einsetzbar ist. Am schwarzen Brett trägt sich ein, wer kochen und wer essen will.
Wer isst, bezahlt einen Beitrag, der/die Kochende nicht. Den Abwasch erledigen alle zusammen. Es bietet sich die Möglichkeit zu Essen, Wissen auszutauschen, zu diskutieren, zu geniessen und zu entspannen. Das Esszimmer wird von einer Person geführt, welche für die Organisation zuständig ist. So wird es Senioren, Asylsuchenden, Teilzeiterwerbenden oder Arbeitslosen möglich sein, den Zugang zu unserer Arbeitsgesellschaft (wieder) zu finden, indem sie im Franchising-Modell eine solche Box führen können.
Unsere Idee ist es, dem «Zusammen essen» wieder die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken und somit eine mögliche Lösung für verschiedene soziale Probleme der jetzigen und kommenden Generation vorzuschlagen.

Cooperation with Simon Oschwald, David Jäggi and Naomi Eggli

2015


The project Esszimmer was developed as a part of a competition, the «Designathon» at the Toni-Areal. From the given subject of «New Work» 23 teams created different suggestions about work in the future. Following extensive discussions concerning possible scenarios for digital progress, the 24 hours society or the initiation of a basic income, we decided to work on the subject «food».

The preparation and eating of food is essential for every human being, and has been part of our identity and culture since time began. We are confident that this will not change. As a basis, we assume that digitalisation and technologisation will proceed. As a result, many procedures will be accelerated, both in daily routine and work life. Consequently, entire occupation groups will be wiped out.
The requirement for non-digital activities will increase. Humans search for compensation. Work, such as peeling a carrot without using an app is balm for the soul.
Esszimmer is a transportable box, which can stand on public places.
At a blackboard, the people who want to cook or eat register themselves. Those who are eating pay a contribution, the chef does not. Everyone washes the dishes. While eating and cooking there is the opportunity to eat, to exchange knowledge, to discuss, to enjoy and to relax. The Esszimmer is administrated by one person who is responsible for the organisation of the box. Thus, eldery people, asylum seekers, part-time workers or unemployed people get the chance to find their way (back) into the working society by renting a box with the franchising model. Our concept is to give the subject «eating together» appropriate attention and we suggest a possible solution for current and future generations.

Cooperation with Simon Oschwald, David Jäggi and Naomi Eggli

2015

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